Punkteteilung im Brand

Adliswil schlug sich wacker im Derby gegen den 1.-Liga-Absteiger Thalwil. War der FCA in der ersten Hälfte noch spielbestimmend, so hatte das Heimteam im zweiten Durchgang das «Heft in der Hand».


Dass mit dem Derby ein besonderes Spiel anstand, merkte man von der ersten Minute an. Beide Teams ackerten und schliffen fleissig in Passwege und gegnerische Beine. Das regengetränkte Spielfeld im Brand liess solche Manöver auch ohne Schaden für die Spieler zu.


Die Mannschaft um Trainer Pischedda schaffte es diesmal, nicht früh in Rückstand zu geraten. Die Defensive arbeitete solide, die Offensive kam zu wenigen Chancen. Die meiste Zeit wurde aber im Mittelfeld um den Ballbesitz gekämpft. Erst nach zwanzig Spielminuten war es Benjamin Da Silva, der einen ersten Flachschuss aufs gegnerische Tor brachte. Adliswil war gefährlicher und kam kurz darauf mit Hasic, durch einen Steilpass, in den Thalwiler Strafraum. Der wurde vom ehemaligen Adliswiler Khalo gelegt, Schiedsrichter Augustburgers Pfeiffe blieb aber Stumm. Fünf Minuten später war es wieder der auffällige Benjamin Da Silva, dessen Schuss geblockt wurde und Thalwil den Konter eröffnete. Schnell geht der Ball nach vorne, wo Marena alleine auf Haberstroh zustürmen konnte und keine Probleme bekundete, dass 1:0 zu erzielen.


Nun kam Thalwil besser in die Partie und hätte drei Minuten nach dem Führungstreffer durch einen Kopfball von Puemi beinahe den zweiten Treffer markiert. Kurz vor der Pause kam Adliswil mit Gashi wieder in den Strafraum. Mit einem Haken wollte er sich in Schussposition bringen, ein Thalwiler Bein stand im Weg und Gashi wird gefoult. Diesmal gab Augustburger den Elfmeter, den Gashi gleich selbst verwandelte.

In der zweiten Halbzeit legten die Hausherren einen Gang höher ein. Adliswil bekundete Mühe, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und offensive Akzente zu setzen. Dennoch gelang es Thalwil nicht wirklich, ihre Überlegenheit in viele Chancen umzumünzen.


Das Heimteam war gegen Ende des Spiels dann vor allem durch Standardsituationen gefährlich. So auch in der 85. Minute, als nach einem unnötigen Foul an der Seite Haliti einen Freistoss treten durfte. Sein Schuss schlitterte durch Freund und Feind hindurch, Haberstroh sah den Ball zu spät und konnte ihm nur noch hinterher schauen, wie er ins Netz rollte.


Thalwil schien das Spiel «im Sack» zu haben. Doch da gab es noch einen Buqaj bei Adliswil, der für seine gefährlichen Freistösse bekannt ist. Drei Minuten nach dem Rückstand zirkelte er herrlich den Ball rechts über die Mauer, unhaltbar für Filippone, in die Ecke. Der FCA rettete den Punkt über die Zeit und verdiente sich diesen vor allem mit einer kämpferischen Leistung in der ersten Halbzeit.


Nächsten Samstag ist der Tabellenerste Widnau zu Gast im Tal. Mit derselben Einstellung wie gegen Thalwil, könnte Adliswil auch den Leader ärgern.


Meisterschaft 2. Liga interregional, Gruppe 5

FC Thalwil - FC Adliswil 2:2 (1:1)

Sa. 01.10.2022, 16:00 Brand; 120 Zuschauer

Schiedsrichter: Kaj Augustburger; Alen Kovacevic, Alain Lott

Tore: 30' Angelo Marena 1:0, 41' Adhurim Gashi (Penalty) 1:1, 85' Denis Haliti 2:1, 87' Ilir Buqaj 2:2


Adliswil: Haberstroh; Duarte, Bosbach (C), Bindi; Springmann (77' Kobba); B. Da Silva (74' Lymperopoulos), Gashi (83' Ajredini), I. Buqaj, A. Da Silva (72' Lesi); Hasic, Eid






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